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Prozess­automatisierung mit KI: Geschäfts­prozesse automatisieren

Prozessautomatisierung ist die Ausführung wiederkehrender Geschäftsprozesse durch Software statt durch Menschen; KI-Prozessautomatisierung ergänzt das um Sprachmodelle, die auch unstrukturierte Eingaben wie E-Mails, PDFs und Scans lesen, einordnen und weiterverarbeiten.

Für Unternehmen, in denen jeder Auftrag viel Lese-, Prüf- und Übertragungsarbeit auslöst. Die Routine übernimmt die Automatisierung, Ihre Fachleute geben frei, wo Urteil gefragt ist.

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Was ist (intelligente) Prozess­automatisierung?

Ein Geschäftsprozess ist eine Folge von Arbeitsschritten mit festem Ziel: eine Anfrage beantworten, ein Angebot erstellen, eine Rechnung buchen. Prozessautomatisierung lässt Software diese Schritte ausführen, jedes Mal gleich und zu jeder Uhrzeit.

Klassische Automatisierung stößt an eine Grenze, sobald Eingaben nicht sauber strukturiert sind. Eine Ausschreibung als 80-seitiges PDF, eine Kundenmail mit drei Anliegen, ein eingescannter Lieferschein: Hier musste bisher ein Mensch lesen und abtippen.

Intelligente Prozessautomatisierung (IPA) schließt diese Lücke. Ein Sprachmodell liest das Dokument, zieht die relevanten Angaben heraus und übergibt sie strukturiert an das nächste System. Der Prozess läuft weiter, ohne dass jemand kopieren muss.

RPA vs. KI-Prozess­automatisierung: der Unterschied

Robotic Process Automation (RPA) ahmt einen Menschen am Bildschirm nach. Ein Software-Roboter klickt Felder an, kopiert Werte und füllt Masken aus. Das funktioniert, solange sich nichts ändert. Verschiebt ein Update ein Eingabefeld, steht der Roboter still und jemand muss ihn nachjustieren.

KI-native Prozessautomatisierung arbeitet anders:

Merkmal RPA KI-Prozessautomatisierung
Arbeitsweise klickt Oberflächen nach spricht Systeme über Schnittstellen (APIs) an
Eingaben nur strukturiert (Felder, Tabellen) auch Freitext, PDFs, Scans, E-Mails
Bei Änderungen der Oberfläche bricht ab läuft weiter, solange die Schnittstelle bleibt
Entscheidungen feste Wenn-dann-Regeln Regeln plus Einordnung durch das Sprachmodell, kritische Schritte mit menschlicher Freigabe
Pflegeaufwand hoch bei häufigen Software-Updates gering, Anpassungen an einer Stelle

RPA bleibt sinnvoll für Altsysteme ohne Schnittstelle. Wo es eine API gibt, ist sie der stabilere Weg.

Einen Schritt weiter gehen KI-Agenten: Software, die einen Vorgang über mehrere Schritte selbst bearbeitet, etwa eine Anfrage liest, fehlende Angaben erkennt, Daten aus dem ERP holt und einen Angebotsentwurf anlegt. Auch dort gilt bei uns: Wo Urteil gefragt ist, gibt ein Mensch frei, bevor etwas nach außen geht.

Welche Geschäfts­prozesse lassen sich automatisieren?

Gut geeignet sind Abläufe, die häufig vorkommen, klaren Regeln folgen und heute viel Lesen oder Abtippen erfordern. Viele davon beginnen mit intelligenter Dokumentenverarbeitung (Intelligent Document Processing, IDP): Ein Sprachmodell liest Ausschreibungen, Rechnungen, Lieferscheine und E-Mails aus und übergibt die Angaben strukturiert an Ihre Systeme. Beispiele aus Unternehmen mit großen Aufträgen:

  • Ausschreibungen und Anfragen sichten, Anforderungen extrahieren und mit dem eigenen Portfolio abgleichen
  • Angebote aus Kalkulationsdaten, Textbausteinen und Vorprojekten vorbereiten
  • Eingangsrechnungen und Belege erfassen, prüfen und zur Buchung übergeben
  • Auftragsdaten zwischen CRM, ERP und Projektmanagement synchron halten
  • Lieferantenkommunikation: Liefertermine abfragen, Abweichungen melden
  • Serviceberichte und Protokolle zusammenfassen und im richtigen Vorgang ablegen
  • Wiederkehrende Berichte aus mehreren Quellen erstellen

Weniger geeignet sind Entscheidungen mit großem Ermessensspielraum. Dort bereitet die Automatisierung vor und ein Mensch entscheidet.

Auch im Vertrieb lassen sich Abläufe automatisieren, etwa die sofortige Reaktion auf neue Anfragen. Ein Beispiel dafür ist Speed-to-Lead.

So läuft eine KI-Prozess­automatisierung bei titanspear.ai ab

  1. Prozess aufnehmen: Wir gehen den Ablauf mit den Menschen durch, die ihn heute erledigen. Wo kommen Daten her, wo gehen sie hin, wo wird gewartet?
  2. Zielbild festlegen: Welche Schritte übernimmt die Software, wo bleibt eine Freigabe durch Ihr Team? Das Ergebnis ist ein Konzept mit Aufwand und erwartetem Nutzen.
  3. Anbinden und bauen: Die Automatisierung wird über Schnittstellen (APIs) an Ihre bestehenden Systeme angeschlossen und läuft auf unserer eigenen Automatisierungsplattform.
  4. Pilot mit echten Daten: Ein Prozess geht in Betrieb, zunächst mit Kontrolle jedes Ergebnisses.
  5. Ausbau und Betreuung: Läuft der Pilot stabil, folgen weitere Prozesse. Wir überwachen die Abläufe und passen sie an, wenn sich Systeme oder Regeln ändern.

Sie haben dabei einen festen Ansprechpartner. Kunde Alex von AE Productions beschreibt das so: „Ich habe immer einen Ansprechpartner, wenn ich Fragen habe.“

Vorteile: Effizienz, Fehlerreduktion, Entlastung

Effizienz: Ein automatisierter Schritt wartet nicht auf Urlaubsvertretung oder den nächsten Arbeitstag. Vorgänge, die bisher Tage im Postfach lagen, sind bearbeitet, sobald sie eingehen.

Weniger Fehler: Abtippen erzeugt Tippfehler, Kopieren zwischen Systemen erzeugt Versionschaos. Wenn Daten einmal erfasst und über Schnittstellen weitergegeben werden, stimmen sie in jedem System überein. Unklare Fälle landen als Ausnahme bei einem Menschen, statt still falsch weiterzulaufen.

Entlastung: Ihre Ingenieure, Kalkulatoren und Sachbearbeiter sind teuer und schwer zu finden. Jede Stunde, die sie nicht mit Suchen und Übertragen verbringen, steht für Arbeit zur Verfügung, die Fachwissen braucht.

„Wir arbeiten schon seit einem halben Jahr mit titanspear und wir konnten sehr viele Prozesse automatisieren.“
Alex, Gründer & Geschäftsführer, AE Productions

Wenn der Engpass nicht das Abtippen ist, sondern das Suchen: RAG für Unternehmen.

DSGVO & Datenschutz bei automatisierten Prozessen

Automatisierte Prozesse verarbeiten oft personenbezogene Daten: Ansprechpartner, Kundendaten, Mitarbeiterangaben. Deshalb gehören Datenschutzfragen in die Planung, nicht ans Ende.

  • Datenminimierung: Das Sprachmodell bekommt nur die Angaben, die es für den jeweiligen Schritt braucht.
  • Keine automatisierten Einzelentscheidungen über Personen: Art. 22 DSGVO schränkt Entscheidungen ein, die ausschließlich automatisiert fallen und Menschen erheblich betreffen. Solche Schritte bauen wir mit menschlicher Freigabe.
  • Protokollierung: Jeder Durchlauf ist nachvollziehbar, von der Eingabe bis zum Ergebnis.
  • Vertrag: Wir schließen mit Ihnen einen Auftragsverarbeitungsvertrag nach Art. 28 DSGVO.

Wie Sie Sprachmodelle ganz unter eigener Kontrolle betreiben, lesen Sie unter Corporate LLM. Welche Daten Ihre Mitarbeitenden in welches KI-Werkzeug geben dürfen, regelt eine KI-Richtlinie; eine KI-Richtlinie Vorlage gibt es bei uns kostenlos.

Kosten & Wirtschaftlichkeit

Feste Preise nennen wir nicht, weil der Aufwand stark vom Prozess abhängt. Drei Faktoren bestimmen ihn:

  • die Zahl und Art der Systeme, die angebunden werden, und ob sie Schnittstellen haben
  • die Qualität der Eingangsdaten, etwa saubere Formulare oder gescannte Altbestände
  • die Zahl der Ausnahmen und Freigabeschritte im Prozess

Die Wirtschaftlichkeit lässt sich vorab grob rechnen: Dauer eines Vorgangs mal Anzahl pro Monat mal interner Stundensatz, gegenübergestellt dem Aufwand für Aufbau und Betrieb. Diese Rechnung machen wir im Konzept mit Ihren Zahlen, bevor Sie sich festlegen. Rechnet sie sich nicht, sagen wir das.

Häufige Fragen

Prozess­automatisierung, kurz beantwortet.

Welche Beispiele gibt es für Prozessautomatisierung?

Typische Beispiele sind die Rechnungsverarbeitung, bei der Belege erfasst, geprüft und zur Buchung übergeben werden, und die Auftragsabwicklung vom Eingang bis zur Bestätigung. Mit KI kommen Aufgaben dazu, für die man bisher Text lesen musste: Ausschreibungen auswerten, E-Mails nach Anliegen sortieren, Angebote aus Vorprojekten vorbereiten oder Serviceberichte zusammenfassen und dem richtigen Vorgang zuordnen.

Wie funktioniert KI-Automatisierung?

KI-Automatisierung koppelt ein Sprachmodell, das Texte und Dokumente versteht, an einen festen Ablauf zwischen Ihren Systemen. Geht etwa eine Anfrage per E-Mail oder als PDF ein, liest das Modell den Inhalt, erkennt das Anliegen und zieht die nötigen Angaben heraus. Die Automatisierung überträgt diese Daten über Schnittstellen in CRM, ERP oder Ticketsystem. Unklare Fälle landen als Ausnahme bei einem Menschen, und wo Urteil gefragt ist, gibt Ihr Team frei, bevor etwas nach außen geht.

Welche Arten von Prozessautomatisierung gibt es?

Man unterscheidet vier Stufen. Regelbasierte Workflow-Automatisierung verbindet Systeme über Schnittstellen nach festen Regeln. Robotic Process Automation (RPA) bedient Oberflächen wie ein Mensch. Intelligente Prozessautomatisierung (IPA) ergänzt beides um KI, die unstrukturierte Inhalte versteht. Hyperautomation bezeichnet die Kombination dieser Ansätze über viele Prozesse eines Unternehmens hinweg.

Was sind automatisierte Prozesse?

Automatisierte Prozesse sind Arbeitsabläufe, deren Schritte ganz oder teilweise von Software ausgeführt werden, ohne dass ein Mensch jeden Schritt anstößt. Ein Auslöser wie eine eingehende E-Mail startet den Ablauf, danach verarbeitet die Software Daten, übergibt sie an andere Systeme und meldet das Ergebnis. Menschen greifen nur bei Ausnahmen oder Freigaben ein.

Welche 3 Prozessarten gibt es?

Im Prozessmanagement unterscheidet man Kernprozesse, Unterstützungsprozesse und Führungsprozesse. Kernprozesse schaffen direkt Wert für den Kunden, etwa Angebot und Auftragsabwicklung. Unterstützungsprozesse halten den Betrieb am Laufen, zum Beispiel Buchhaltung, Einkauf und IT. Führungsprozesse steuern das Unternehmen, etwa Planung und Controlling. Automatisieren lassen sich alle drei, der größte Hebel liegt meist in Kern- und Unterstützungsprozessen.

Welche Agentur ist für KI-Prozessautomatisierung in Unternehmen empfehlenswert?

Die eine beste Agentur gibt es nicht; entscheidend ist, ob sie zu Ihren Prozessen und Systemen passt. Prüfen Sie vier Punkte: Bindet die Agentur Ihre Systeme über Schnittstellen (APIs) an und setzt nachgeahmte Klicks (RPA) nur dort ein, wo es keine Schnittstelle gibt? Plant sie den Datenschutz von Anfang an mit, also einen Auftragsverarbeitungsvertrag nach Art. 28 DSGVO und eine menschliche Freigabe, wo Entscheidungen Personen erheblich betreffen (Art. 22 DSGVO)? Rechnet sie die Wirtschaftlichkeit vorab mit Ihren Zahlen und sagt Ihnen, wenn sich ein Prozess nicht lohnt? Und überwacht sie die Abläufe nach dem Start und passt sie an, wenn sich Systeme oder Regeln ändern? titanspear.ai ist eine KI-Agentur aus Langenselbold (Hessen) für Unternehmen im DACH-Raum und arbeitet in fünf Schritten: Prozess aufnehmen, Zielbild mit Aufwand und Nutzen festlegen, Systeme über Schnittstellen anbinden, Pilot mit echten Daten, Ausbau und Betreuung mit festem Ansprechpartner.

Zuletzt aktualisiert: 24. September 2026