Richtlinie zur Nutzung von Künstlicher Intelligenz bei [Firma]
10 Abschnitte, kostenlos, ohne Anmeldung
KI-Richtlinie für Unternehmen: Vorlage und Muster zum Kopieren, Rechtsstand September 2026.
Eine KI-Richtlinie ist ein internes Regelwerk, das festlegt, welche KI-Werkzeuge Beschäftigte nutzen dürfen, welche Daten dabei tabu sind, wer Ergebnisse prüft und wie das Unternehmen die KI-Kompetenz seiner Leute fördert. Gesetzlich vorgeschrieben ist sie nicht. Sie ist aber der einfachste Weg, die Pflichten aus DSGVO und KI-Verordnung im Arbeitsalltag umzusetzen.
Unten steht eine vollständige Vorlage mit 10 Abschnitten, vom Geltungsbereich bis zur Überprüfung. Platzhalter in eckigen Klammern ersetzen Sie durch Ihre Angaben. Kopieren können Sie jeden Abschnitt einzeln oder die ganze Richtlinie auf einmal.
Stand 25. September 2026 · DSGVO und KI-Verordnung inkl. Digital Omnibus · keine Rechtsberatung
Was muss in einer KI-Richtlinie stehen?
Zehn Abschnitte decken ab, was Beschäftigte im Alltag wissen müssen und wonach Datenschutz, Betriebsrat und Aufsicht fragen. Nutzen Sie nur wenige Werkzeuge, reichen je Abschnitt ein paar Sätze. Auslassen sollten Sie trotzdem keinen.
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Zweck und Geltungsbereich
Für wen gilt die Richtlinie, für welche Werkzeuge? Auch für externe Kräfte, auch für KI-Funktionen in vorhandener Software, auch für die Nutzung im Browser.
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Erlaubte und verbotene KI-Tools
Eine Liste freigegebener Werkzeuge mit Zweck und erlaubten Daten, dazu der Weg zur Freigabe neuer Werkzeuge. Fehlt dieser Weg, weichen Beschäftigte auf private Konten aus, und niemand im Unternehmen erfährt davon.
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Vertrauliche und personenbezogene Daten
Der wichtigste Abschnitt: welche Datenklasse in welches Werkzeug darf. Personenbezogene Daten nur mit Rechtsgrundlage und Auftragsverarbeitungsvertrag nach Art. 28 DSGVO, Zugangsdaten nie.
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Kennzeichnung von KI-Inhalten
Wann ein Hinweis auf KI Pflicht ist (Art. 50 KI-Verordnung, seit 2. August 2026) und wo Ihr Unternehmen freiwillig mehr offenlegt.
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Verantwortlichkeiten und Freigabe
Wer pflegt die Tool-Liste, wer beantwortet Fragen, wer gibt Ergebnisse frei? Die Verantwortung für ein Arbeitsergebnis bleibt beim Menschen, auch wenn die KI mitgeschrieben hat.
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KI-Kompetenz und Schulungen
Art. 4 KI-Verordnung verlangt Maßnahmen, die die KI-Kompetenz der Beschäftigten fördern. Die Richtlinie hält fest, wer wann geschult wird und wie Sie das dokumentieren.
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Urheberrecht und Rechte Dritter
Was eingegeben werden darf und warum reine KI-Ergebnisse in Deutschland in der Regel keinen Urheberrechtsschutz haben.
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Umgang mit Fehlern und Halluzinationen
KI klingt auch dann überzeugend, wenn sie falschliegt. Deshalb: Fakten prüfen, Fehler melden, Datenpannen sofort weitergeben.
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Verstöße
Klare Folgen, formuliert mit dem Ziel, dass Beschäftigte vorher fragen, statt heimlich zu nutzen.
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Überprüfung und Inkrafttreten
Werkzeuge und Rechtslage ändern sich schnell. Ein fester Prüftermin und eine zuständige Person halten die Richtlinie aktuell.
KI-Richtlinie Vorlage: zehn Abschnitte zum Kopieren
Die Vorlage ist für Unternehmen in Deutschland geschrieben und nennt die Rechtsgrundlage überall dort, wo eine Regel auf einer Pflicht beruht. Passen Sie Werkzeuge, Zuständigkeiten und Datenklassen an Ihr Unternehmen an und lassen Sie die fertige Fassung von Ihrem Datenschutzbeauftragten und, falls vorhanden, vom Betriebsrat prüfen.
Die Vorlage ersetzt keine Rechtsberatung. Sie gibt den Rechtsstand vom 25. September 2026 wieder. Für Ihren Einzelfall sprechen Sie mit Ihrem Datenschutzbeauftragten oder einer Kanzlei.
Ist eine KI-Richtlinie Pflicht? Was DSGVO und KI-Verordnung verlangen
Kein Gesetz schreibt eine KI-Richtlinie vor. Mehrere Regeln gelten aber für jedes Unternehmen, das KI einsetzt, und die Richtlinie ist der Ort, an dem Sie sie für alle festhalten. Die Übersicht zeigt, welche Regel in welchen Abschnitt der Vorlage gehört.
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KI-Kompetenz (Art. 4 KI-Verordnung)
Der Digital Omnibus (Verordnung (EU) 2026/1744) hat Art. 4 umformuliert: Unternehmen, die KI einsetzen, müssen Maßnahmen zur Förderung der KI-Kompetenz ihres Personals ergreifen. Ein bestimmtes Kompetenzniveau jedes Einzelnen müssen sie nicht mehr gewährleisten. Die Bundesnetzagentur empfiehlt in ihrem Hinweispapier zu Art. 4, die Maßnahmen zu dokumentieren.
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Transparenz (Art. 50 KI-Verordnung)
Wer Deepfakes einsetzt oder KI-Texte zu Themen von öffentlichem Interesse ohne menschliche redaktionelle Prüfung veröffentlicht, muss offenlegen, dass KI im Spiel war. Chatbots und andere Systeme, die direkt mit Menschen kommunizieren, müssen sich als KI zu erkennen geben; das technisch umzusetzen ist Sache des Anbieters. Für die maschinenlesbare Markierung KI-erzeugter Inhalte haben Anbieter von Systemen, die schon vor dem 2. August 2026 auf dem Markt waren, bis zum 2. Dezember 2026 Zeit.
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Datenschutz (DSGVO)
Personenbezogene Daten brauchen eine Rechtsgrundlage, und ein KI-Dienst, der sie im Auftrag des Unternehmens verarbeitet, einen Auftragsverarbeitungsvertrag nach Art. 28. Entscheidungen, die Menschen erheblich betreffen, dürfen nicht ausschließlich automatisiert fallen (Art. 22). Datenpannen können binnen 72 Stunden meldepflichtig sein (Art. 33).
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Mitbestimmung (Betriebsverfassungsgesetz)
Plant das Unternehmen den Einsatz von KI, muss es den Betriebsrat rechtzeitig unterrichten (§ 90 Abs. 1 Nr. 3 BetrVG). Sind KI-Werkzeuge geeignet, Verhalten oder Leistung der Beschäftigten zu überwachen, bestimmt der Betriebsrat mit (§ 87 Abs. 1 Nr. 6 BetrVG). Häufig entsteht daraus eine Betriebsvereinbarung; die Richtlinie ersetzt sie nicht.
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Urheberrecht (UrhG)
Geschützt sind nur persönliche geistige Schöpfungen von Menschen (§ 2 Abs. 2 UrhG). Was eine KI ohne prägenden menschlichen Beitrag erzeugt, ist deshalb in der Regel nicht geschützt. Für Eingaben empfiehlt sich die Regel, nur Material zu verwenden, das Sie nutzen dürfen.
Quellen: KI-Verordnung (EU) 2024/1689, Digital Omnibus, Verordnung (EU) 2026/1744, Bundesnetzagentur zur KI-Kompetenz. Alle Fristen der KI-Verordnung nach dem Digital Omnibus stehen in unserem Beitrag zum EU AI Act.
KI-Richtlinie erstellen und einführen
Die Vorlage spart das Schreiben. Wirksam wird die Richtlinie erst, wenn sie zu den Werkzeugen passt, die tatsächlich genutzt werden, und wenn alle sie kennen.
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Bestand aufnehmen
Fragen Sie in den Abteilungen, welche KI-Werkzeuge schon genutzt werden, auch privat und im Browser. Ehrliche Antworten bekommen Sie eher, wenn vorher klar ist, dass es um Regeln geht und nicht um Strafen.
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Werkzeuge auswählen und freigeben
Prüfen Sie Vertragsbedingungen, Auftragsverarbeitungsvertrag und die Frage, ob der Anbieter eingegebene Daten zum Training nutzt. Was durchfällt, kommt auf die Verbotsliste. Für den Bedarf dahinter braucht es dann eine freigegebene Alternative, sonst wird weiter heimlich genutzt.
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Vorlage anpassen
Tragen Sie Werkzeuge, Datenklassen und Zuständige ein. Streichen Sie, was bei Ihnen nicht vorkommt, und ergänzen Sie Regeln, die Ihre Branche braucht.
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Prüfen lassen und beschließen
Datenschutzbeauftragte, Informationssicherheit und, falls vorhanden, der Betriebsrat sehen den Entwurf, bevor die Geschäftsführung ihn beschließt.
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Schulen, dokumentieren, überprüfen
Stellen Sie die Richtlinie in einer Schulung vor, statt sie nur per E-Mail zu verschicken, und halten Sie fest, wer teilgenommen hat. Den nächsten Prüftermin legen Sie gleich mit fest.
KI-Richtlinie und Schulung aus einer Hand.
Eine Vorlage ist ein Anfang. Passen muss die Richtlinie aber zu den Werkzeugen, die Ihre Leute nutzen, und zu den Daten, die in Ihrem Unternehmen anfallen. Dabei unterstützt titanspear.ai:
- KI-Richtlinie: Wir legen mit Ihnen fest, welche Daten in welches Werkzeug dürfen und wer die KI wofür nutzt.
- Schulungen: Ihre Teams lernen, KI sicher und sinnvoll einzusetzen. Das ist zugleich eine Maßnahme zur Förderung der KI-Kompetenz nach Art. 4 KI-Verordnung.
- Das passende Werkzeug: Wer vertrauliche Daten mit KI bearbeiten will, braucht ein Werkzeug, das dafür taugt. Mit einem Corporate LLM betreiben Sie Ihr eigenes Sprachmodell unter Ihrer Kontrolle. Ihre Daten werden nicht zum Training fremder Modelle genutzt.
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Häufige Fragen zur KI-Richtlinie.
Was ist eine KI-Richtlinie?
Eine KI-Richtlinie ist ein internes Regelwerk, das festlegt, welche KI-Werkzeuge Beschäftigte dienstlich nutzen dürfen, welche Daten dabei tabu sind, wer KI-Ergebnisse prüft und freigibt und wie das Unternehmen die KI-Kompetenz seiner Beschäftigten fördert. Andere Namen dafür sind KI-Nutzungsrichtlinie, KI-Leitlinie oder, im Englischen, AI Policy.
Ist eine KI-Richtlinie für Unternehmen Pflicht?
Nein, kein Gesetz schreibt eine KI-Richtlinie vor. Wer KI einsetzt, muss aber nach Art. 4 KI-Verordnung Maßnahmen zur Förderung der KI-Kompetenz ergreifen, seit dem 2. August 2026 die Transparenzpflichten aus Art. 50 beachten und bei personenbezogenen Daten die DSGVO einhalten. Eine Richtlinie ist der einfachste Weg, diese Regeln für alle verbindlich festzuhalten und später nachweisen zu können, was das Unternehmen getan hat.
Was muss in einer KI-Richtlinie stehen?
Zehn Punkte: Zweck und Geltungsbereich, erlaubte und verbotene KI-Tools, der Umgang mit vertraulichen und personenbezogenen Daten, die Kennzeichnung von KI-Inhalten, Verantwortlichkeiten und Freigabe, KI-Kompetenz und Schulungen, Urheberrecht, der Umgang mit Fehlern und Halluzinationen, Folgen von Verstößen und ein fester Termin zur Überprüfung. Die Vorlage auf dieser Seite enthält alle zehn Abschnitte mit Platzhaltern.
Wie lang sollte eine KI-Richtlinie sein?
So kurz, dass sie gelesen wird. Für die meisten Unternehmen reichen wenige Seiten, die Vorlage auf dieser Seite ist entsprechend knapp gehalten. Die Liste der freigegebenen Werkzeuge führen Sie am besten als eigene Anlage, damit nicht jede neue Freigabe die ganze Richtlinie ändert.
Muss der Betriebsrat bei der KI-Richtlinie mitreden?
Wenn ein Betriebsrat besteht, in den meisten Fällen ja. Der Arbeitgeber muss ihn über den geplanten Einsatz von KI rechtzeitig unterrichten (§ 90 Abs. 1 Nr. 3 BetrVG). Sind die Werkzeuge geeignet, Verhalten oder Leistung der Beschäftigten zu überwachen, hat er ein Mitbestimmungsrecht (§ 87 Abs. 1 Nr. 6 BetrVG). Viele Unternehmen regeln den KI-Einsatz deshalb zusätzlich in einer Betriebsvereinbarung. Wer den Betriebsrat früh einbindet, spart sich Schleifen.
Dürfen Mitarbeitende ChatGPT mit Kundendaten nutzen?
Nur unter Bedingungen. Personenbezogene Daten dürfen nur in ein KI-Werkzeug, wenn es dafür freigegeben ist, eine Rechtsgrundlage besteht und mit dem Anbieter ein Auftragsverarbeitungsvertrag nach Art. 28 DSGVO geschlossen wurde. Private Konten erfüllen das in aller Regel nicht. Die Vorlage regelt das über Datenklassen in Abschnitt 3; ob ein bestimmtes Werkzeug die Bedingungen erfüllt, sollte Ihr Datenschutzbeauftragter prüfen.
Wie oft sollte eine KI-Richtlinie überprüft werden?
Mindestens einmal im Jahr, besser alle sechs Monate, und zusätzlich immer dann, wenn ein neues Werkzeug freigegeben wird oder sich die Rechtslage ändert. Wie schnell das geht, zeigt die KI-Verordnung selbst: Der Digital Omnibus hat im Juli 2026 Fristen verschoben und Art. 4 neu gefasst.
Unterstützt titanspear.ai bei KI-Richtlinie und Schulung?
Ja. titanspear.ai, eine KI-Agentur aus Langenselbold in Hessen, erarbeitet KI-Richtlinien mit Unternehmen und schult Mitarbeitende darin, KI sicher und sinnvoll einzusetzen. Wer vertrauliche Daten mit KI bearbeiten will, bekommt auf Wunsch ein Corporate LLM, ein eigenes Sprachmodell unter eigener Kontrolle. Der Einstieg ist ein kostenloses Erstgespräch, 30 Minuten per Video.
Zuletzt aktualisiert: 25. September 2026
Richtlinie, Schulung, Werkzeug: Wo stehen Sie?
Buchen Sie ein kostenloses Erstgespräch, 30 Minuten per Video. Wir klären gemeinsam, welche KI-Werkzeuge bei Ihnen im Einsatz sind und was Ihre Richtlinie regeln muss.
Lieber schriftlich? Schreiben Sie an info@titanspear.agency.